summa summarum

Puh!

Ich schaue gerade… der letzte Beitrag ist geschlagene 5!! Monate her, damals hatte ich versprochen Genähtes für mich zu zeigen… Nun… die Sommerkleider, Blusen und Shirts, die während der noch warmen Tage entstanden sind, hängen längst im Schrank und halten Winterschlaf… viiiiiiele Babysachen habe ich seither unter der Nähmaschine zusammen gerattert und auch für mich noch das ein oder andere Teilchen genäht.

Immerhin stand das vergangene Jahr 2016 für mich unter dem Motto – keine Kleidung kaufen, sondern ausschließlich selbst zu nähen und am Ende: Raus was nicht angezogen wurde; Platz schaffen!

Ursprünglich ging es mir darum die Produktion von Kleidung und allem was damit zusammenhängt – ich führe das jetzt hier an dieser Stelle gar nicht weiter aus; jeder weiß, wie Kleider von beliebten Modelabeln hergestellt werden und unter welchen beschissenen Bedingungen die Menschen dabei arbeiten müssen, damit wir uns  für wenig Geld ein schickes Shirt kaufen können –  nicht unterstützen zu wollen. Dem Strom der Massenproduktionen den Rücken zu kehren und meinen eigenen Konsum zu überdenken und irgendwie auch natürlich ein paar individuelle Kleidungsstücke zu haben.

Inzwischen ist viel mehr für daraus geworden, denn auch bei der Produktion eigener Kleidung habe ich schnell gemerkt, dass man viel zu leicht dem Konsum verfällt und auch hier der Verzicht ein viel größerer Gewinn ist. Es gibt so unfassbar viele Stoffe, jede Woche wieder neue Produktionen und auf vielen Blogs sieht man so unzählig schöne Ideen, was man alles daraus machen kann. Es entstehen so unendlich viele Schnitte, die ich innerhalb eines Jahres gar nicht alle ausprobieren kann. Nachhaltigkeit und reflektiertes Konsumverhalten sind auch hier für mich wichtige Stichworte geworden.

Vor jedem neuen Projekt für mich selbst stelle ich mir deshalb sehr oft die Fragen – werde ich das Teil wirklich tragen, reichen meine Näherfahrungen aus, um das Ganze nicht zu verhunzen, gefällt mir der Stoff wirklich so gut, dass es sich lohnt viel Geld dafür auszugeben? – denn wenn man ehrlich ist, wer gut angezogen sein will, der braucht auch gute Stoffe und da darf man nicht knauserig werden. – Ich kaufe also inzwischen viel bewusster und vor allem weniger, dafür aber hochwertigere  Stoffe, als ich es bspw. zu Beginn des letzten Jahres noch getan habe. Und so sind im letzten Jahr doch einige Sachen für mich entstanden, die es oft immer gar nicht hier in den Blog geschafft haben, dafür aber in mein Herz und in den Kleiderschrank.

Ich bin ganz schön stolz auf mich, dass ich nach Jahr 1 dieses Mammutvorhabens – zumindest kam es mir damals so vor – nicht mal ansatzweise das Shoppen vermisse. Sehe ich im Katalog oder im Laden Kleidung, die mir gefällt, denke ich inzwischen: Das könnte ich auch nähen, so einen ähnlichen Schnitt habe ich schon im Repertoire! Auch wenn ich zugebe, dass es nicht immer einfach ist, NEIN zu sagen, nur weil man etwas sieht, das einem gefällt. Und ja… ich habe auch gecheated: Unterwäsche, Socken und zwei Hosen.– nach der Schwangerschaft passte nur noch eine einzige 😦 – Doch auch zukünftig möchte ich wohl diesen Weg beibehalten und statt kaufen, möglichst bewusst für mich Nähen – Kleidung, die ich gerne trage, kein Platzhalter in meinem Schrank ist und sowohl gute Qualität als auch im Sinne der Nachhaltigkeit meinen Ansprüchen gerecht wird.

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Der Batzen, der nun aussortiert werden kann ist übrigens riesig! Vieles ist nicht erst seit dem letzten Jahr ungetragen geblieben und einiges nach Baby #1 nun zu klein… – und wenn ich ehrlich bin, bleibt das auch zu klein, da brauche ich nicht noch ein Jahr und Baby #2 abwarten, auch wenn das trotzdem frustet!! – Einiges wird wohl vorerst auf einen Upcycling Stapel wandern, denn zum Wegschmeißen ist vieles noch zu gut. Anderes werde ich versuchen unter meinen Freundinnen zu verteilen und der Rest wird dann gespendet.

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Und für das Nähen gilt in diesem Jahr ganz klar – Vorräte abbauen, meine eigene Garderobe und die des Krümels noch etwas zu erweitern und hier auf dem Blog das ein oder andere Projekt vorzustellen.

Also sage ich nun ahoi und bis bald, mo*!

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